Dienstag, 23. September 2014

Mein Wochenende: Cusco & Pisac

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

es ist zwar schon relativ spaet hier, doch ich moechte Euch noch Bilder des Wochenendtrips zeigen. Ich koennte hier Hunderte hochladen, da die Umgebung so unglaublich schoen war, doch leider wuerde das an den PCs hier eine halbe Ewigkeit dauern. Deshalb fasse ich mich hier kurz und lasse dann die von mir als am besten befundenen Bilder folgen.

Am Samstag besuchten wir die Ruinen "Sacsayhuaman" und "Q enqo", die beide einen kleinen Fussmarsch von Cusco entfernt liegen. Dieser hat es jedoch in sich, es geht steil bergauf. Bei warmen Temperaturen und ohne grossen Proviant im Gepaeck war das schon eine Herausforderung, dafuer war die Anlage Sacsayhuaman umso beeindruckender. Wir verbrachten den groessten Teil der Zeit dort, ehe wir nach zu Q enqo weiterliefen. Diese ist etwas kleiner, und ohne Guide etwas unaussagekraeftig. Hier sind meine Fotos zu diesem Tag:


Riesige Steinmauern

Ein grasendes Alpaca direkt auf der Anlage

Die schwersten Steine wiegen ca 300 Tonnen!

Blick auf die Ruinen; Die Alpaca auf der Flaeche vornedran lassen sich durch die vielen Touristen nicht aus der Ruhe bringen.


Der Paradeplatz - Hier findet im Juni das grosse Fest Inti Raymi statt.






Sonntags, die Wanderung vom Vortag gut verkraftet, machten wir drei uns auf den Weg nach Pisac, zuerst per Minibus, und dann rund 1,5 Stunden hoch zu der Hauptanlage. Hoch heisst in diesem Sinne wirklich HOCH. Dieser Weg gilt als Haertetest fuer den Camino Inca, und fuehrte ueber steile Steintreppen und beeindruckende Terrassen. Auf dem ganzen Weg schon konnten wir Ruinen der Inca betrachten, die Hauptanlage stand dem ganzen in nichts nach. Es war sehr windig und regnete auch von Zeit zu Zeit, dennoch schauten wir uns das komplette Areal an. Auf der Suche nach einem Guide bekamen wir von einem Amerikaner den Tipp, uns lieber selbst ein Bild von all den Bauten zu verschaffen, da die Geschichten, die die Touristenfuehrer erzaehlen, zum groessten Teil selbst erfunden sind. Das taten wir dann auch, immerhin sparten wir so einiges an Geld, und gute Englischkenntnisse konnte die uns vorgeschlagene Fuehrerin auch nicht aufweisen. Der Weg nach unten war besonders schoen, da er weniger gefuellt war und eine willkommene Alternative zu den vielen Steintreppen darstellte. Nun auch hier die Bilder dazu:

Am Anfang steht immer der Aufstieg, in diesem Falle ueber diese Terrassen.

Restaurierte Haeuser der Inca auf dem Weg

Kaktus mit Blueten (wenn auch nur sehr kleine Blueten)!


Der Blick auf die Hauptanlage
Hier kann man tatsaechlich den Regen auf der anderen Seite des Tals sehen!

Abstieg ueber den schmalen Pfad




Zum Schluss des Abstiegs kamen wir einer Herde Ziegen entgegen.

Ich hoffe, die Fotos gefallen Euch und koennen wenigstens ein wenig verdeutlichen, wie beeindruckend beide Staetten fuer uns waren.
Mehr von mir schon bald!

Viele Gruesse
Euer Pascal

Donnerstag, 18. September 2014

Ollantaytambo und weitere Highlights

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

ich entschuldige mich dafuer, dass ich es am Wochenende nicht geschafft habe, einen Blog-Eintrag zu schreiben. Dafuer kommen jetzt wieder einige Dinge auf einmal, denn es war einiges los in dieser Woche!
Zunaechst mal kann ich stolz verkuenden, dass unser Team das Basketballturnier in Calca gewonnen hat. Viel mehr gibt es dazu aber eigentlich auch nicht zu sagen, ausser dass es sehr, sehr anstrengend war, 4 Spiele in voller Laenge an zwei Tagen zu bestreiten. Dadurch, dass dann montags direkt wieder der Sportunterricht und nachmittags das Basketballtraining stattfindet, konnte ich mich nur maessig von den Anstrengungen erholen. Es hat mir aber sehr viel Spass bereitet, mich mit anderen Teams messen zu koennen.
Am Dienstag schon sind Till, Henry und ich nach Ollantaytambo zu den hier sehr bekannten Inca-Ruinen gefahren. Sie sind rund 20 Minuten von Urubamba entfernt. Dort angekommen, waren wir erstmal ueberrascht, dass an einem Dienstagnachmittag so viele Touristen neben uns da waren. Schon von weitem konnte man die Menschenmassen die Terrassen hochlaufen sehen.
Der Busparkplatz: grosser Andrang auch unter  der Woche

Zur Besichtigung der Inca-Staette kauften wir uns ein sogenanntes boleto turistico. Fuer 70 Soles, umgerechnet knapp 20 Euro, koennen wir nun 10 Tage lang die verschiedensten Tempelanlagen und weitere Ruinen der Inca, sowie viele Museen besichtigen. Es ist ein sehr fairer Preis.

Die damalige Festung in Ollantaytambo stellt eine der wenigen dar, bei denen die Inca eine Schlacht gegen die spanischen Eroberer gewinnen konnten. Laeuft man durch die Anlage, bekommt man auch ein Gefuehl dafuer, wie klug die Bauten geplant wurden und wie viel Taktik dahintersteckte.
Planung innerhalb der Anlage

Blick auf die Terrassen Ollantaytambos

Besonders beeindruckend war zu sehen, wie sowohl Mauern, als auch Tore aus Steinen, die wie Puzzlestuecke perfekt ineinanderpassen, gebaut sind. Bis heute ist es ein Raetsel, wie die Inca dies bewerkstelligt haben.
Jeder Stein passt perfekt in den anderen - ein perfekter Schutz gegen Erdbeben

Als wir die Terrassen herunterliefen, passierte uns dreien noch etwas, womit wir gar nicht gerechnet haben. Vier kleine Jungs kamen zu uns und baten uns darum, mit ihnen jeweils ein Foto zu schiessen. Der Grund dafuer war einfach nur, dass wir "so gross" sind. Wir machten natuerlich mit, worueber sich die gesamte Familie sehr freute. Vielleicht haben wir da eine Marktluecke entdeckt..
Nach Besichtigung der Ruinen liefen wir auf der anderen Seite des Ortes einen kleinen Huegel zu - wer haette es gedacht - weiteren Ruinen hoch. Von dort aus hat man einen klasse Blick auf Ollantaytambo. Dieser Ort gilt als eines der letzten Beispiele fuer die organisierte Staedteplanung der Hochkultur.
Stadtplanung: Aufteilung in Quadrate

Gestern, am Mittwoch, besichtigten wir Freiwillige der Organisation das Schokomuseum. Hier konnten wir einiges ueber den Entstehungsprozess von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel Schokolade erfahren. Interessant war fuer mich, dass schon die Inca der Kakaobohne eine grosse Bedeutung zusprachen. Die fluessige Bitterschokolade zu ihrer Zeit als "Blut Gottes".
Diese Inca-Statue haelt einen Kakaobohnensack in seinen Haenden: ein weiteres Zeichen fuer die Bedeutung der Kakaobohne schon zu damaliger Zeit.

Was meine Skills innerhalb des Hauses angeht, laeuft die Sache rund! Am Wochenende habe ich meine Waesche komplett per Hand gewaschen, wer ist also jetzt der Hausmann? Sicherlich sind einige ueberrascht, so etwas zu hoeren, aber es ist wirklich war. Und vom ersten Eindruck her sehen die Klamotten auch wieder recht sauber aus! ;-)
Da wir nun unser Touristenticket haben, wollen wir in den naechsten Tagen viele der alten Tempelanlagen besichtigen, wovon ich auch wieder viele Fotos machen werde, um sie hier mit Euch zu teilen!

Ein schoenes Wochenende und bis bald!
Euer Pascal

Donnerstag, 11. September 2014

Von Hexern und dem Gipfelkreuz

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

es ist Donnerstag und ich habe hier schon wieder viel erlebt.
Am Montagabend erzaehlte mir Maria von ihrem Glauben. Er ist nicht katholisch in unserer Art, sondern viel mehr auf die alte Inca-Kultur bezogen. Die Menschen hier, so sagte Maria, glauben daran, dass Pachamama, "Mutter Erde", lebt und geehrt werden muss. Im August gibt es hier auch eine Art Erntedankfest, bei dem ein Teller am Tisch nur fuer die Erde bereitet wird, von dem keiner essen darf. Dabei danken die Menschen dann dafuer, dass die Erde ihnen den Platz zum Leben und die rohstoffreichen Gebiete hier geschenkt hat.
Mir gefaellt diese Denkweise sehr, da man so demuetiger fuer das wird, was man hat, und nicht immer nach mehr streben muss.

Direkt darauf fuegte Maria aber auch hinzu, dass die Erde fordernd sein kann, wie im Fall ihrer Tochter Alejandra. Diese wurde immer kreideweiss und musste sich uebergeben, sobald sie das Haus betrat. Der Arzt verschrieb Alejandra alle moeglichen Arzneien, gegen Migraene, Fieber und andere Krankheiten. Doch keine dieser Medikamente half. In ihrer Angst wandte sich Maria an eine Freundin, die ihr antwortete: "Hast du schon einmal daran gedacht, dass der Erde gedankt werden muss? Die Erde moechte Opfer bereitet haben, ansonsten wird sie sich Alejandra als Opfer holen, sie wird also sterben!" Maria glaubte an das, was ihre Freundin ihr sagte, und bestellte einen Inca-Priester - diese leben meistens in indigenen Doerfern noch hoeher in den Anden - in ihr Haus. Dieser bereitete die Messe vor, waehrend die ganze Familie sehr ernst am Tich sass. Nachdem der Erde verschiedene Gaben bereitet wurden und jeder Pachamama dankte, sagte der Priester, dass nun die Mutter Erde zufrieden gestellt sei. Ab diesem Zeitpunkt konnte Alejandra sich ganz normal im Haus bewegen, ohne jemals wieder Anzeichen dieser Krankheit zu zeigen.
Doch nicht nur Inka-Priester gibt es hier, sondern auch Hexer. Es sei laut Maria aber sehr wichtig, wahre Hexer zu finden, die ebenfalls in kleinen Andendoerfern wohnen, da es viele Nachahmer gibt, die gar nicht heilen koennen. Ich selbst halte von so etwas nicht viel, dennoch liess mich die folgende Geschichte stutzig werden:
Marias Bruder wurde im Alter von ca 30 Jahren verrueckt, hatte psychische Probleme. Genauer gesagt, er schlafwandelte vermutlich. Jede Nacht ging er aus dem Haus und brachte den ganzen Muell aus der Strasse ins Haus. Das Ganze lief schon 8 Monate so ab; 8 Monate, in denen Maria und die restliche Familie verzweifelten, Aerzte konnten nichts diagnostizieren, und in der Psychatrie wollten sie ihren Bruder nicht lassen, da sie fest davon ueberzeugt waren, er wuerde dort noch verrueckter werden. Ueber eine Bekannte erreichte Maria einen Hexer, den sie zu sich ins Haus einlud. Jedoch wurde diesem Hexer nicht gesagt, was das Problem sei; lediglich, dass seine Hilfe gebraucht werde. Im Haus angekommen, legte der Hexer auf dem ganzen Tisch Coca aus. Nach einer kurzen Zeit, in der er den Coca begutachtete, erzaehlte er allen Beteiligten zunaechst das genaue Problem des Bruders - dass er seit mehreren Monaten nachts Muell ins Haus trage und er keine Hilfe durch die Medizin erlange -, was schon unglaublich ist, sowie einen Loesungsansatz, an den ich selbst mich allerdings nicht mehr genau erinnerte. Ich meine aber, dass im Garten etwas gepflanzt werden musste, fuer Pachamama. Von dieser Nacht an gab es keine mehr, in der Marias Bruder nachts schlafwandelte oder ein derartiges Verhalten aufzeigte.
Nun glaube ich nicht daran, dass die Erde "lebt" bzw fordernd sein kann, noch weniger glaube ich an Hexer oder ihresgleichen. Trotzdem - diese Geschichten waren sehr glaubwuerdig erzaehlt und ich weiss auch, dass meine Gastmama mir nie luegen erzaehlen wuerde. Ich habe mir bis heute noch keinen Reim daraus machen koennen, was sich dort wirklich zugetragen hat. Jedenfalls glauben die Menschen hier, dass ihnen solche Priester und Hexen in manchen Faellen viel sicherer helfen koennen als die Medizin, die hier sehr teuer ist. Fuer jede Behandlung muss man im Voraus bezahlen. Sicherlich ein Grund dafuer, dass sich diese Wunderheiler einer grossen Popularitaet erfreuen. Ihre Hilfe kostet zwar auch Geld, jedoch koenne man sich bei ihnen sicher sein, geheilt zu werden.

Gut, nun mal genug von diesen Geschichten, denn ich habe auch noch anderes erlebt! Zum Beispiel liefen Arcadio und ich in unserer Mittagspause am Montag zum Hauptplatz, wo gerade zufaellig eine Parade stattfand. Soweit ich meinen Gastvater verstanden habe, war sie zum Jahrestag des oertlichen Marktes. Es war sehr schoen, so viele Menschen in traditioneller Kleidung zu sehen:

Am Dienstagnachmittag traf ich mich mit Till und Henry - zwei weiteren Freiwilligen hier in Urubamba -, um auf einen nicht weit entfernten Berg zu wandern. Nach anfaenglichen Problemen dabei, den Weg zu finden, dauerte es ungefaehr eine Stunde, um am Gipfelkreuz anzukommen.
Neben den Serpentinen fuehrte uns ein steiler Weg nach oben, jedoch fanden wir spaeter heraus, dass es der Weg fuer Downhill-Biker ist. Wir liefen dann groesstenteils die Serpentinen entlang.

Ziel erreicht!


Der Blick ueber das Urubamba-Tal

Oben angekommen ueberquerten wir dann noch einen kleinen Bergkamm.


Der Ausblick in die andere Richtung. Es entschaedigt fuer alle Anstrengungen beim Auf- und Abstieg!

Das obligatorische Bild zum Abschluss - KGA in Peru!

Am Wochenende haben wir ein Turnier in Calca und Urubamba. Insgesamt warten auf mich sechs Spiele, wenn ich mir es richtig gemerkt habe. Sicherlich wird es sehr anstrengend, zumal alle Spiele in normaler Laenge sind! Ich hoffe, trotzdem die Zeit zu finden, einen Blog-Eintrag zu schreiben. 

Bis dahin, viele Gruesse
Euer Pascal

Montag, 8. September 2014

Meine erste Woche in Peru

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

es gibt viel zu berichten! Zunaechst einmal kann ich mit viel Freude sagen, dass ich mich hier immer besser einlebe. Mein Spanisch wird langsam wieder sicherer, ich bekomme auch immer mal ein Lob dafuer ausgesprochen. Die Menschen hier in Urubamba sind sehr nett, man wird auf der Strasse immer gegruesst, oder sogar gefragt, fuer welches Projekt man arbeitet und aus welchem Land man stammt. Das alles erleichtert mir meine Eingewoehnung sehr. Da ich ja bisher noch keine Bilder aus dem Ort geschickt habe, reiche ich diese hier nach:
Der erste Blick in Richtung des Heiligen Tals

Der Ausblick nach dem Aufstehen - sehr beeindruckend!

Maria kocht gerne und sehr gut (hier eine Quinoa-Suppe und dazu Fleisch, Kartoffeln und eine Sosse aus Eigelb)

Am Donnerstag hatte ich dann meine ersten Stunden als Basketballtrainer, gemeinsam mit der Cheftrainerin Nelli. Zusammen haben wir erst mit den ganz Kleinen gespielt, wobei ich sofort eine eigene Gruppe zugeteilt bekam. Circa 20 Kinder standen vor mir, und wollten das Dribbeln beigebracht bekommen. Ich bin nicht davon ausgegangen, sofort von Nelli ins kalte Wasser geschmissen zu werden, dennoch war diese Erfahrung sehr gut fuer mich. Unter anderem uebten wir das "Schreibmaschinen-Dribbling" - der ein oder andere Kronberg-Schueler duerfte sich erinnern - und hatten beim abschliessenden Fangspiel viel Spass.
Danach trainierten wir eine Gruppe jugendlicher Maedchen, bei denen an oberster Stelle stand, Disziplin walten zu lassen. Besonders erstaunlich fuer mich war, dass Nelli von einem Maedchen, das muslimisch ist, sagte, dass sie "der Teufel" sei und immer fuer schlechte Dinge sorge. Die Menschen hier sind sehr christlich und konservativ eingestellt.
Zu guter Letzt hatte ich selbst noch Training, und zwar mit der Jugendauswahl von Urubamba. Das klingt jedoch professioneller, als es wirklich war. Es gibt niemanden, der nicht mindestens einen Kopf kleiner ist als ich. Trotzdem macht es viel Spass mit der Mannschaft. Nelli hat mich direkt eingespannt, da wir am Samstagabend ein Spiel hatten. Dazu aber gleich mehr.
Freitags regnete es viel, sodass ich gemeinsam mit Arcadio nicht unterrichten konnte. Dafuer durfte ich einen Freiwilligen, der uebergangsweise bei uns im Haus wohnt, empfangen. Er heisst Uwe, ist pensionierter Lehrer und stammt aus Bremen. Da er kein Spanisch spricht, uebersetze ich das meiste fuer ihn, was fuer mein Spanisch sehr foerderlich ist.
Gemeinsam mit Uwe machte ich mich auf Ratschlag meiner Gasteltern am Samstag auf, die Salinen zu besichtigen. Die Salinen sind riesige Salzpfannen, die dadurch funktionieren, dass Salzwasser aus dem Berg fliesst und die Sonne dann das in die Becken gelaufene Wasser verdunsten laesst. Uebrig bleibt somit feinstes Salz. Der Anblick dieser Salzpfannen war unglaublich beeindruckend, sowie auch der Aufstieg dahin:
Der Fluss Urubamba fliesst durch das gesamte Tal und ist ein Seitenfluss zum Amazonas.

Der Blick auf die Salinen nach Ueberquerung eines kleinen Bergpasses


Die Arbeiter beim Abschoepfen des Salzes aus den Becken


Nach der kleinen Wanderung war ich zwar schon etwas kaputt, aber abends folgte ja noch unser Basketballspiel. Wir, die Urbans, gewannen relativ deutlich gegen die Cucos. Ich brauche aber noch einige Zeit, um mich im Team einzuspielen und besonders, um genuegend Fitness zu bekommen, denn momentan halte ich es bei der Hoehe nur sehr kurze Zeit aus, bevor ich beim Sport eine Pause machen muss. Die Halle, in der wir spielen, ist sehr gross. Mein Gastvater Arcadio meinte, dort koennen ca 8.000 Personen zuschauen. Beim Spiel waren leider nur 10 da.
"Blau und Weiss ein Leben lang": Selbst in Urubamba!

Heute, am Sonntag, habe ich mit Uwe den Markt in Pisac besichtigt. Er ist sehr beruehmt und wurde uns von meinen Gasteltern empfohlen, allerdings gefiel es mir dort nicht sehr gut, da es rein touristisch ausgelegt war und man dort wenig vom "echten" Peru mitbekommt. Dennoch konnte man auch hier einige sehr schoene Berglandschaften geniessen. Das ist hier wirklich klasse.
Der Markt von Pisac - Hier gab es fast an jedem Stand die gleichen Sachen: Schals, Puppen und andere touristische Gegenstaende

Der weitaus schoenere Teil Pisacs!


Ich habe vor, in Zukunft regelmaessiger zu posten, und nicht nur jedes Wochenende. Dank der Internetcafes hier sollte das auch klappen!

Viele Gruesse von dem viel zu kleinen Tisch hier am PC
Euer Pascal

Mittwoch, 3. September 2014

Ankunft im Heiligen Tal

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

Ich habe es geschafft! Nach einer gefühlten Ewigkeit von Flügen bin ich in Cusco angekommen. Besonders der letzte Flug hatte es in sich, da das Flugzeug nie ruhig in der Luft lag und man es bei Luftlöchern ja ohnehin mal schnell mit der Angst zu tun bekommt. Im Endeffekt bin ich aber gut, wenn auch mit Schmerzen in den Beinen und im Rücken, angekommen - Flugzeuge werden mir da wohl nie genügend Komfort bieten können. Von Cusco aus ging es gemeinsam mit dem Betreuer Hugo und Kiwa, einer weiteren Frewilligen, nach Urubamba. Der Weg dorthin führte die nächste Stunde lang eigentlich nur bergaufwärts. Teilweise war ich wirklich überrascht, dass unser Auto es die Anstiege hinauf schaffte, wenn auch mit viel Gemotze des Motors. Doch nach einer guten Stunde wurden wir beide für unsere Lange Reise belohnt - das Heilige Tal lag vor uns. Eine wirklich einmalige Ansicht, zumal wir genau bei Sonnenuntergang ankamen!

Da es schon halb 6 war, wurden wir direkt zu unseren Gastfamilien gebracht. Arcadio, mein Gastvater,kam da gerade erst von der Schule heimgeradelt; er ist ebenfalls Sportlehrer! Nachdem ich meine Sachen ausgepackt und von Hugo die ersten wichtigen Orte des Dorfes gezeigt bekommen hatte, kehrte ich erneut zu meinem Haus zurück und lernte meine Gastmutter Maria ebenfalls kennen. Beide Gasteltern waren von Beginn an unglaublich offen und herzlich mir gegenüber, was es mir erleichterte, meine erste wirklich lange Unterhaltung über alle möglichen Themen auf spanisch zu führen. Dabei wurde mir unter anderem erklärt, dass der Name Urubamba aus der Sprache Quechua, die hier in den Anden besonders von älteren Personen noch gesprochen wird, stammt und so viel wie "flaches Dorf der Käfer" bedeutet. 
Arcadio hat mir beim Thema Sport sehr stolz erzählt, dass er in der 1. Liga Perus Fußball spielt, und zwar beim Ortsverein von Cusco. Hoffentlich kann ich mal mit zu einem Spiel der Mannschaft gehen, um zu sehen, wie viel 1. Liga wirklich dahintersteckt.
Gerade eben war ich mit Arcadio Volleyball unterrichten. Es war sehr lustig, da er mich als seinen Sohn vorgestellt hat und fast alle Schülerinnen und Schüler von meiner Größe beeindruckt waren. Arcadio hat den Unterricht geleitet, ich habe bei den Übungen mitgemacht und mich mit einigen Kindern unterhalten. Besonders Spaß hatten die Kinder, wenn ich bei Axel stand, da er ungefähr nur halb so großIist wie ich! Später habe ich noch eine Unterrichtsstunden Volleyball und werde dann den Betreuer für Basketball kennen lernen. Es gibt heute also noch einiges zu erleben!
Ich kann nicht genau sagen, wie häufig ich jetzt gerade am Anfang etwas Neues schreibe, versuche aber, so oft als möglich einen Eintrag zu verfassen!
Leider klappt es momentan nicht wie gewünscht mit den Bildern. Ich muss wohl doch über einen PC den Blog schreiben, um Bilder hochzuladen.Ich gebe mein Bestes, die Bilder nachzureichen. Von hier gibt es nämlich wunderschöne Ansichten, die ich Euch nicht vorenthalten will.
Also bleibt dran und verfolgt meine Zeit in Peru. 

Bis bald
Euer Pascal