Donnerstag, 18. September 2014

Ollantaytambo und weitere Highlights

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

ich entschuldige mich dafuer, dass ich es am Wochenende nicht geschafft habe, einen Blog-Eintrag zu schreiben. Dafuer kommen jetzt wieder einige Dinge auf einmal, denn es war einiges los in dieser Woche!
Zunaechst mal kann ich stolz verkuenden, dass unser Team das Basketballturnier in Calca gewonnen hat. Viel mehr gibt es dazu aber eigentlich auch nicht zu sagen, ausser dass es sehr, sehr anstrengend war, 4 Spiele in voller Laenge an zwei Tagen zu bestreiten. Dadurch, dass dann montags direkt wieder der Sportunterricht und nachmittags das Basketballtraining stattfindet, konnte ich mich nur maessig von den Anstrengungen erholen. Es hat mir aber sehr viel Spass bereitet, mich mit anderen Teams messen zu koennen.
Am Dienstag schon sind Till, Henry und ich nach Ollantaytambo zu den hier sehr bekannten Inca-Ruinen gefahren. Sie sind rund 20 Minuten von Urubamba entfernt. Dort angekommen, waren wir erstmal ueberrascht, dass an einem Dienstagnachmittag so viele Touristen neben uns da waren. Schon von weitem konnte man die Menschenmassen die Terrassen hochlaufen sehen.
Der Busparkplatz: grosser Andrang auch unter  der Woche

Zur Besichtigung der Inca-Staette kauften wir uns ein sogenanntes boleto turistico. Fuer 70 Soles, umgerechnet knapp 20 Euro, koennen wir nun 10 Tage lang die verschiedensten Tempelanlagen und weitere Ruinen der Inca, sowie viele Museen besichtigen. Es ist ein sehr fairer Preis.

Die damalige Festung in Ollantaytambo stellt eine der wenigen dar, bei denen die Inca eine Schlacht gegen die spanischen Eroberer gewinnen konnten. Laeuft man durch die Anlage, bekommt man auch ein Gefuehl dafuer, wie klug die Bauten geplant wurden und wie viel Taktik dahintersteckte.
Planung innerhalb der Anlage

Blick auf die Terrassen Ollantaytambos

Besonders beeindruckend war zu sehen, wie sowohl Mauern, als auch Tore aus Steinen, die wie Puzzlestuecke perfekt ineinanderpassen, gebaut sind. Bis heute ist es ein Raetsel, wie die Inca dies bewerkstelligt haben.
Jeder Stein passt perfekt in den anderen - ein perfekter Schutz gegen Erdbeben

Als wir die Terrassen herunterliefen, passierte uns dreien noch etwas, womit wir gar nicht gerechnet haben. Vier kleine Jungs kamen zu uns und baten uns darum, mit ihnen jeweils ein Foto zu schiessen. Der Grund dafuer war einfach nur, dass wir "so gross" sind. Wir machten natuerlich mit, worueber sich die gesamte Familie sehr freute. Vielleicht haben wir da eine Marktluecke entdeckt..
Nach Besichtigung der Ruinen liefen wir auf der anderen Seite des Ortes einen kleinen Huegel zu - wer haette es gedacht - weiteren Ruinen hoch. Von dort aus hat man einen klasse Blick auf Ollantaytambo. Dieser Ort gilt als eines der letzten Beispiele fuer die organisierte Staedteplanung der Hochkultur.
Stadtplanung: Aufteilung in Quadrate

Gestern, am Mittwoch, besichtigten wir Freiwillige der Organisation das Schokomuseum. Hier konnten wir einiges ueber den Entstehungsprozess von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel Schokolade erfahren. Interessant war fuer mich, dass schon die Inca der Kakaobohne eine grosse Bedeutung zusprachen. Die fluessige Bitterschokolade zu ihrer Zeit als "Blut Gottes".
Diese Inca-Statue haelt einen Kakaobohnensack in seinen Haenden: ein weiteres Zeichen fuer die Bedeutung der Kakaobohne schon zu damaliger Zeit.

Was meine Skills innerhalb des Hauses angeht, laeuft die Sache rund! Am Wochenende habe ich meine Waesche komplett per Hand gewaschen, wer ist also jetzt der Hausmann? Sicherlich sind einige ueberrascht, so etwas zu hoeren, aber es ist wirklich war. Und vom ersten Eindruck her sehen die Klamotten auch wieder recht sauber aus! ;-)
Da wir nun unser Touristenticket haben, wollen wir in den naechsten Tagen viele der alten Tempelanlagen besichtigen, wovon ich auch wieder viele Fotos machen werde, um sie hier mit Euch zu teilen!

Ein schoenes Wochenende und bis bald!
Euer Pascal

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