es gibt viel zu berichten! Zunaechst einmal kann ich mit viel Freude sagen, dass ich mich hier immer besser einlebe. Mein Spanisch wird langsam wieder sicherer, ich bekomme auch immer mal ein Lob dafuer ausgesprochen. Die Menschen hier in Urubamba sind sehr nett, man wird auf der Strasse immer gegruesst, oder sogar gefragt, fuer welches Projekt man arbeitet und aus welchem Land man stammt. Das alles erleichtert mir meine Eingewoehnung sehr. Da ich ja bisher noch keine Bilder aus dem Ort geschickt habe, reiche ich diese hier nach:
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| Der erste Blick in Richtung des Heiligen Tals |
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| Der Ausblick nach dem Aufstehen - sehr beeindruckend! |
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| Maria kocht gerne und sehr gut (hier eine Quinoa-Suppe und dazu Fleisch, Kartoffeln und eine Sosse aus Eigelb) |
Am Donnerstag hatte ich dann meine ersten Stunden als Basketballtrainer, gemeinsam mit der Cheftrainerin Nelli. Zusammen haben wir erst mit den ganz Kleinen gespielt, wobei ich sofort eine eigene Gruppe zugeteilt bekam. Circa 20 Kinder standen vor mir, und wollten das Dribbeln beigebracht bekommen. Ich bin nicht davon ausgegangen, sofort von Nelli ins kalte Wasser geschmissen zu werden, dennoch war diese Erfahrung sehr gut fuer mich. Unter anderem uebten wir das "Schreibmaschinen-Dribbling" - der ein oder andere Kronberg-Schueler duerfte sich erinnern - und hatten beim abschliessenden Fangspiel viel Spass.
Danach trainierten wir eine Gruppe jugendlicher Maedchen, bei denen an oberster Stelle stand, Disziplin walten zu lassen. Besonders erstaunlich fuer mich war, dass Nelli von einem Maedchen, das muslimisch ist, sagte, dass sie "der Teufel" sei und immer fuer schlechte Dinge sorge. Die Menschen hier sind sehr christlich und konservativ eingestellt.
Zu guter Letzt hatte ich selbst noch Training, und zwar mit der Jugendauswahl von Urubamba. Das klingt jedoch professioneller, als es wirklich war. Es gibt niemanden, der nicht mindestens einen Kopf kleiner ist als ich. Trotzdem macht es viel Spass mit der Mannschaft. Nelli hat mich direkt eingespannt, da wir am Samstagabend ein Spiel hatten. Dazu aber gleich mehr.
Freitags regnete es viel, sodass ich gemeinsam mit Arcadio nicht unterrichten konnte. Dafuer durfte ich einen Freiwilligen, der uebergangsweise bei uns im Haus wohnt, empfangen. Er heisst Uwe, ist pensionierter Lehrer und stammt aus Bremen. Da er kein Spanisch spricht, uebersetze ich das meiste fuer ihn, was fuer mein Spanisch sehr foerderlich ist.
Gemeinsam mit Uwe machte ich mich auf Ratschlag meiner Gasteltern am Samstag auf, die Salinen zu besichtigen. Die Salinen sind riesige Salzpfannen, die dadurch funktionieren, dass Salzwasser aus dem Berg fliesst und die Sonne dann das in die Becken gelaufene Wasser verdunsten laesst. Uebrig bleibt somit feinstes Salz. Der Anblick dieser Salzpfannen war unglaublich beeindruckend, sowie auch der Aufstieg dahin:
| Der Fluss Urubamba fliesst durch das gesamte Tal und ist ein Seitenfluss zum Amazonas. |
| Der Blick auf die Salinen nach Ueberquerung eines kleinen Bergpasses |
| Die Arbeiter beim Abschoepfen des Salzes aus den Becken |
Nach der kleinen Wanderung war ich zwar schon etwas kaputt, aber abends folgte ja noch unser Basketballspiel. Wir, die Urbans, gewannen relativ deutlich gegen die Cucos. Ich brauche aber noch einige Zeit, um mich im Team einzuspielen und besonders, um genuegend Fitness zu bekommen, denn momentan halte ich es bei der Hoehe nur sehr kurze Zeit aus, bevor ich beim Sport eine Pause machen muss. Die Halle, in der wir spielen, ist sehr gross. Mein Gastvater Arcadio meinte, dort koennen ca 8.000 Personen zuschauen. Beim Spiel waren leider nur 10 da.
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| "Blau und Weiss ein Leben lang": Selbst in Urubamba! |
Heute, am Sonntag, habe ich mit Uwe den Markt in Pisac besichtigt. Er ist sehr beruehmt und wurde uns von meinen Gasteltern empfohlen, allerdings gefiel es mir dort nicht sehr gut, da es rein touristisch ausgelegt war und man dort wenig vom "echten" Peru mitbekommt. Dennoch konnte man auch hier einige sehr schoene Berglandschaften geniessen. Das ist hier wirklich klasse.
| Der Markt von Pisac - Hier gab es fast an jedem Stand die gleichen Sachen: Schals, Puppen und andere touristische Gegenstaende |
| Der weitaus schoenere Teil Pisacs! |
Ich habe vor, in Zukunft regelmaessiger zu posten, und nicht nur jedes Wochenende. Dank der Internetcafes hier sollte das auch klappen!
Viele Gruesse von dem viel zu kleinen Tisch hier am PC
Euer Pascal
Euer Pascal




Und wie war der Endstand Urbans vs. Cucos?
AntwortenLöschenDann hast du bestimmt wenn du zurückkommst eine Wahnsinns Fitness!
AntwortenLöschenLG
Der Endstand war ungefaehr 70-50 fuer Urbans, genau weiss ich es aber nicht mehr!
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