Mittwoch, 1. Oktober 2014

Woche vier in Peru

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

am letzten Dienstag fand hier der Tag der Jugendlichen statt. Ein ganz besonderes Ereignis fuer alle Schueler! Nach der Messe am Morgen traten alle Lehrer auf einer Buehne auf, natuerlich mit verschiedenen Vorstellungen. Mein Gastvater z.B. sang gleich drei Lieder, wohingegen meine Gastmutter in einer "Girlband" aus Lehrerinnen war. Auch kleine Theaterstuecke, sowie traditionelle Tanzauffuherungen waren geboten, im Vordergrund stand aber immer der Spass.
Die Girlband samt María

Traditionelle Taenze in traditioneller Kleidung

Das Besondere an diesem Tag, so sagte mir María, ist, dass die Schueler essen koennen, was sie wollen, und die Lehrer es zubereiten. Auf meine Nachfrage hin erklaerte sie mir, dass die meisten Familien sehr arm sind und es deswegen in vielen Haeusern nicht einfach mal Fleisch zum Mittagessen gibt, schon gar nicht mit feineren Zutaten. Deshalb war die Freude dann natuerlich umso groesser, als es dann zum Mittagessen ging. Dort war ich dann allerdings nicht mehr anwesend, da ich mit Till und Henry mit die Terrassen von Moray angeschaut habe. Sie sind zwar sehr schoen, aber das klassische Postkartenmotiv. So gibt es eben nicht viel mehr zu sehen, als die Terrassen selbst, und viel beeindruckender, als auf Bildern, sind sie auch nicht; dennoch natuerlich lohnenswert!
Der Weg zu den Terrassen


Diese Woche loderte auf einem Berg ein riesiges Feuer! Normalerweise setzen die Bauern hier nach der Ernte ihre Felder absichtlich in Flammen, um danach wieder fruchtbareres Land zu haben, doch diese Flammen galten angeblich nicht diesem Zweck. Arcadio erzaehlte mir, dass, da bald im ganzen Land Regionalwahlen sind, die arme Landbevoelkerung von Politikern zur Provokation und zu Protesten aufgerufen wird. Infolgedessen muss dieses Feuer entstanden sein. Was ihn besonders geaergert hat, ist, dass an diesem Hang besonders viele Baeume wachsen, die es sonst nirgendwo gibt. Diese sind leider zerstoert worden.
Das Feuer war vom ganzen Dorf aus zu sehen!

Am kommenden Wochenende findet unsere Tour nach Machu Picchu statt. Mit einer Agentur bestreiten wir den sogenannten "Inca Jungle Trail". Am Freitagmorgen werden wir abgeholt und zum Abra Málaga auf ca 4200m Hoehe gebracht. Von dort geht es gut 50km mit dem Mountainbike abwaerts in den Regenwald, nach Santa María. Am zweiten Tag wandern wir knapp 7 Stunden nach Santa Teresa, wo wir in heissen Thermalquellen entspannen koennen. Von dort aus geht es am naechsten Morgen nach Aguas Calientes, den "Vorort" Machu Picchus. Wenn alles glatt laeuft und das Wetter mitspielt, koennen wir dann am Montagmorgen bei Sonnenaufgang die wohl bekannteste Inca-Staette ueberhaupt betreten. Ich freue mich sehr darauf, und Ihr koennt auf Bilder von dieser Reise gespannt sein!
Als Uebung dafuer stiegen wir knapp 1,5 Stunden lang einen Berg hier hoch, bis zur Funkstation. Es war unglaublich anstrengend, besonders deshalb, weil der "Weg" kein richtiger Weg war, sondern wir uns dauerhaft durch Gestruepp durchkaempfen mussten. Bei Sonnenuntergang hatten wir dafuer dann eine unglaubliche Aussicht!


Der riesige Schatten stammt vom Berg vornean - so beeindruckend!

Nun moechte ich nach diesen vier Wochen gerne von Euch wissen, ob es etwas gibt, was Ihr noch gerne hier aus Peru erfahren moechtet. Ich habe noch so einiges, was ich mitteilen moechte, allerdings kann es ja auch gut sein, dass ich etwas voellig unerwaehnt gelassen habe, was Euch interessiert! Schreibt mir einfach, per Mail oder Facebook, und ich werde darauf eingehen. :-)

Gute Nacht aus Urubamba!

Viele Gruesse und bis bald!
Euer Pascal

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